
35. Ministerratssitzung 1.8.1947
35. Ministerratssitzung am Freitag, den 1.8.19471
- Ministerpräsident Altmeier
- Minister Bökenkrüger
- Minister Feller
- Minister Dr. Hoffmann
- Minister Junglas
- Minister Dr. Neumayer
- Minister Steffan
- Minister Dr. Süsterhenn
- Chef des Staatsministeriums a.D. Dr. Haberer
Es fehlte Minister Stübinger 2.
- A. Staatsministerien
- B. Amt für kontrollierte Vermögen
- C. Aufwandsentschädigung
- D. Wohnungsgelder der Minister
- E. Zweiter Posten im Wiederaufbauministerium
- F. Abgrenzung der Zuständigkeit hinsichtlich der personellen Besetzung
- G. Abgrenzung der Kompetenzen zwischen deutscher Regierung und französischer Militärregierung
- H. Besprechungen mit der Militärregierung (Fall Lichter; Neubesetzung des Vizepräsidentenpostens von Montabaur)
- I. Ernennung des Dr. Eugen Klee zum Landrat von Alzey
- J. Ratifizierung des Eisenbahnabkommens
- K. Landesverfügung zur vorläufigen Regelung des Urlaubs für 1947
- L. Bezirkswirtschaftsämter
A. Staatsministerien
Ministerpräsident Altmeier eröffnet die Sitzung 3. Er schlägt vor, dem im Übergangskabinett zum Staatssekretär ernannten Dr. Wuermeling 4 in Anbetracht der Entwicklung der Dinge, Titel und Rang eines Staatssekretärs zu belassen, im übrigen im Ministerrat festzulegen, daß neben dem Chef des Staatsministeriums keine weiteren Staatssekretäre ernannt werden 5.
Es wird folgender Beschluß gefaßt: Die zweite Stelle im Innenministerium bleibt eine Ministerialdirektorenstelle. Dem jetzigen Inhaber Dr. Wuermeling ist es gestattet, Titel und Rang eines Staatssekretärs für seine Person weiterzuführen.
B. Amt für kontrollierte Vermögen 6
Auf Antrag des Finanzministers Dr. Hoffmann wird das Amt für Kontrollierte Vermögen in die Zuständigkeit des Finanzministeriums gelegt 7.
36. Ministerratssitzung 5.8.1947
36. Ministerratssitzung am Dienstag, den 5.8.19471
- Ministerpräsident Altmeier
- Minister Dr. Hoffmann
- Minister Junglas
- Minister Dr. Neumayer
- Minister Steffan
- Minister Stübinger
- Minister Dr. Süsterhenn
- Chef des Staatsministeriums Dr. Haberer
Es fehlten entschuldigt die Minister Bökenkrüger und Feller.
- A. Abgrenzung der Kompetenzen zwischen der deutschen Regierung und der französischen Militärregierung (1.)
- B. Landesverordnung zur vorläufigen Regelung des Urlaubs für das Jahr 1947 (2.)
- C. Rückgliederungsvereinbarungen mit dem Saarland (3.)
- D. Wohnungsgeld (4.)
- E. Kabinettsvorlagen (6.); Geschäftsordnung der Landesregierung
- F. Einladung an Regierungspräsidenten
- G. Ausschussitzungen des Landtags
- H. Gesetz über die Verwaltung von Aktiengesellschaften (7.)
- I. Teilnahme an den Kabinettssitzungen
- J. Materialbeschaffung
- K. öffentliche Unterstützung der Angehörigen gefangener oder vermisster deutscher Soldaten
- L. Abkommen zur Errichtung einer Betriebsvereinigung der süddeutschen Eisenbahnen
- M. Wagenzuteilung an Minister
- N. Benzinverteilung an die Parteien
A. Abgrenzung der Kompetenzen zwischen der deutschen Regierung und der französischen Militärregierung 3
Der Ministerpräsident berichtet. Zu dem Thema hat Minister Dr. Süsterhenn einen Vorschlag ausgearbeitet, der einstimmig angenommen wird. Diese Denkschrift (Anlage 1) 4 soll von allen Ministern unterzeichnet und möglichst umgehend der Militärregierung zugeleitet werden. 5
B. Landesverordnung zur vorläufigen Regelung des Urlaubs für das Jahr 1947 6
Die von Minister Bökenkrüger vorgelegte Landesverfügung zur vorläufigen Regelung des Urlaubs (Anlage 2) 7 dient als Grundlage der Besprechung. In der Diskussion ist der Ministerrat einstimmig der Auffassung, daß die bis jetzt ausgestellten Ausweise an die Opfer des Faschismus einzuziehen und zu überprüfen sind. Die Fragen der Opfer des Faschismus werden durch eine besondere Verordnung geregelt
37. Ministerratssitzung 12.8.1947
37. Ministerratssitzung am Dienstag, den 12.8.19471
- Ministerpräsident Altmeier
- Minister Dr. Hoffmann
- Minister Dr. Neumayer
- Minister Steffan
- Minister Stübinger
- Minister Dr. Süsterhenn
- Chef des Staatsministeriums Dr. Haberer
Es fehlten entschuldigt die Minister Bökenkrüger, Feller und Junglas.
- A. Abgrenzung der Kompetenzen zwischen der französischen Militärregierung und der deutschen Verwaltung
- B. Bestrafung der Mitarbeiter des Landesernährungsamtes
- C. Saargebiet und Ostertalgemeinden (Rück- und Angliederung) (1.)
- D. Hilfsmaßnahmen für den Kreis Saarburg (5.) 2
- E. Geschäftsordnung der Landesregierung (2.)
- F. Gesetz über Maßnahmen auf dem Gebiete des Pachtrechts (3.)
- G. Amnestiegesetz (4.)
- H. Vertrag mit den südwestdeutschen Eisenbahnen
- I. Internierungslager Diez und Landau
- J. Preis zum Autorennen auf dem Nürburgring
- K. Benzinzuteilung
- L. Ernährungslage
- M. Reifenproblem
- N. Entnazifizierung
- O. Mietsache John
- P. Ausbau des Oberverwaltungsgerichts
- Q. Staatssekretär Dr. Wuermeling
- R. Wagenbeschaffung
A. Abgrenzung der Kompetenzen zwischen der französischen Militärregierung und der deutschen Verwaltung
Unter […]
38. Ministerratssitzung 20.8.1947
38. Ministerratssitzung am Mittwoch, den 20.8.19471
- Ministerpräsident Altmeier
- Minister Bökenkrüger
- Minister Dr. Hoffmann
- Minister Junglas
- Minister Dr. Neumayer
- Minister Steffan
- Minister Stübinger
- Minister Dr. Süsterhenn
- Chef des Staatsministeriums Dr. Haberer
Es fehlte Minister Feller 2.
- A. Fall Ramershoven
- B. Berichterstattung über die Kabinettsbesprechungen
- 1. Besuch des Ministerpräsidenten im Kreise Saarburg
- 2. Geschäftsordnung der Landesregierung
- 3. Gesetz über die Errichtung der Arbeitsgerichte und das Verfahren in Arbeitsstreitigkeiten
- 4. Gesetz zur Änderung der Preisstrafverordnung vom 26.10.1944
- 5. Gesetz über eine Anleihe
- C. Amnestiegesetz
- D. Landesgesetz über die Maßnahmen auf dem Gebiete des Pachtrechts
- E. Ernährungslage
- F. Beschaffungsstelle
- G. Aufwandsentschädigung für Regierungspräsident Happ
- H. Staatssekretär Dr. Wuermeling
- I. Abgrenzung der Kompetenzen zwischen der Militärregierung und der deutschen Verwaltung
- J. Wagenzuteilung
- K. Reifenzuteilung
A. Fall Ramershoven
Außerhalb der Tagesordnung wirft der Ministerpräsident den Fall Ramershoven auf. Er gibt die chronologische Darstellung des Wirtschaftsministeriums (Anlage 1) 4 bekannt, aus welcher sich ergibt, daß die Initiative in dieser Angelegenheit bei der Landesregierung lag und bereits […]
39. Ministerratssitzung 28.8.1947
39. Ministerratssitzung am Donnerstag, den 28.8.19471
- Ministerpräsident Altmeier
- Minister Bökenkrüger
- Minister Dr. Hoffmann
- Minister Junglas
- Minister Steffan
- Minister Dr. Süsterhenn
- Chef des Staatsministeriums Dr. Haberer
Es fehlten die Minister Felller, Neumayer und Stübinger.
- 1. Besprechung der Tagesordnung für die Landtagssitzung von heute
- A. Angelegenheit Diel/Ramershoven
1. Besprechung der Tagesordnung für die Landtagssitzung von heute 3
Zu Punkt 2: Gesetz über die Bildung vorläufiger Amtsvertretungen und die vorläufige Bestellung von Amtsvertretungen und Amtsbeigeordneten in den Regierungsbezirk Koblenz und Trier (Drucks. II/50) 4. Der Ministerpräsident weist darauf hin, daß in der Drucksache Nr. 50 im § 13 Bezug genommen wird auf eine Beschlußbehörde, die aber überhaupt noch nicht da ist. Auch die Militärregierung habe auf diesen Widerspruch hingewiesen. Es handele sich anscheinend um das Abschreiben eines Paragraphen aus einem alten Gesetz. Man könne annehmen, daß die Fraktionen in einer Besprechung heute vormittag eine Vereinbarung zustande brächten. 5
Zu Punkt 8: Gesetz über die Gewährung von Straffreiheiten (Drucksache II/47) 6. Der Ministerpräsident berichtet, daß die Militärregierung gleichfalls eine Amnestie plane. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit Baden-Baden bzw. mit dem Kontrollrat seien aber noch nicht abgeschlossen. Aus diesem Grunde erwarte die Militärregierung, daß auch unser Amnestiegesetz noch einmal zurückgestellt würde, damit beide zusammen zur Verkündung gelangten. Es wurde dementsprechend beschlossen, die Vorlage zurückzustellen und auf die Tagesordnung der nächsten Landtagssitzung setzen zu lassen. 7
Zu Punkt 18: Antrag der Fraktion der CDU betreffend Umgestaltung des Schulwesens (Drucksache II/53) 8. Minister Dr. Süsterhenn weist darauf hin, daß in Süd-Württemberg Aufnahmeprüfungen für die höheren Schulen (Sexta) durchgeführt würden. Es sei doch nicht angängig, daß in der französisch besetzten Zone hinsichtlich dieser Frage verschiedene Anordnungen beständen. Auch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gebe es keine Anordnung, wonach die unteren Klassen der höheren Schulen wegfallen sollen. Dadurch, daß es hier der Mittelschule gestattet sei, Aufnahmen für die unteren Klassen zu tätigen, sei der Zustrom an dieser Schule z.Zt. außerordentlich groß. Da es sich hier um eine rein pädagogische Fachfrage handele, möchte er anregen, Ministerialdirektor Becker zu dieser Frage im Plenum sprechen zu lassen und zwar in dem Sinne, daß auf alle Fälle nochmals die Aufnahme gestattet wird. Der Ministerrat […]